Was ist eine Aromabehandlung

 

Die Aromabehandlung ist eine ganzheitliche Pflege- Heil- und Gesunderhaltungsmethode,

die mit Hilfe ätherischer Öle Einfluss auf körperliche, seelische und geistige Zustände

nehmen kann.

Die verschiedenen Arten der Massagen mit Aromaölen sind verbreitete

Behandlungsmethoden im Medizinischen-, Kosmetik-, Entspannungs- und Pflegebereich.

Kleine Wehwehchen (wie leichte Verbrennungen oder leichte Erkältungen, kleine Wunden,

Durchblutungsanregung bei Muskelbeschwerden oder Entspannung und Entkrampfung bei

Schmerzen) und vorbeugende Maßnahmen (z.B. Stärkung des Immunsystems, Desinfektion

von Wunden, Entspannung bei körperlichem und geistigem Stress, Gesunderhaltung durch

Versorgung der Haut, Lymphanregung und Entgiftung bei Cellulite, Entzündungshemmend

bei Akne) lassen sich mit diesen Methoden positiv beeinflussen.

Aromaöle gewinnen immer mehr an Bedeutung, auch im Bereich der Schulmedizin. Die

Mediziner und Therapeuten integrieren die ätherischen Öle immer mehr in ihre medizinischen

Behandlungen.

 

 

Die Gewinnung der ätherischen Öle

Ätherische Öle stammen ausschließlich aus der Pflanzenwelt. Sie werden aus verschiedenen

Teilen der Pflanze gewonnen. Diese sind: Blüte, Samen, Frucht, Blatt/Nadel, Holz/Rinde,

Harz/Balsam und Wurzel.                                                                                                                                                                                           Es gibt ca. 300 verschiedene ätherische Öle. 

Die Gewinnung der ätherischen Öle geschieht per Wasserdampfdestillation (wird am meisten

angewendet), Kaltpressung, Extraktion (mit Alkohol oder Hexan), Enfleurage (aus früherer

Zeit ) und seit kurzem auch als Ölextrakt.

 

 

Wirkung der ätherischen Öle

Ätherische Öle wirken stark auf unser Unterbewusstsein. Durch den Duft werden Gefühle

freigesetzt, die im Verborgenen liegen. Erinnerungen an tiefsitzende Situationen, Gefühle,

Menschen oder Orte werden wieder ins Bewusstsein gerufen. Die durch Duftstoffe

hervorgerufenen Empfindungen, wie tiefe Entspannung innerer Ruhe oder Anspannung,

Anregung und erhöhte Aufmerksamkeit ist die Folge.          

Ätherische Öle haben verschiedene Inhaltsstoffe, die die verschiedenen Wirkungen dieser Öle

ausmachen. Verschiedene psychische Zustände lassen sich mit der Anwendung dieses

Wissens günstig beeinflussen. So wirken sie z.B. antidepressiv, ausgleichend, aktivierend,

aufrichtend, beruhigend, besänftigend, euphorisierend, gedächtnisstärkend, harmonisierend,

konzentrationsfördernd, klärend, nervenstärkend, stimmungsaufhellend und

zentrierend.                                                                                                                                                                                                                                                                  Auf körperliche Funktionen haben die Öle verschiedene Wirkungen. Je nach Öl wirken sie

fungizid, antibiotisch, antiseptisch, antiviral oder desinfizierend. Diese Eigenschaften kann

man sich in der Pflege, Vorbeugung und Behandlung von Krankheiten zu Nutze machen.

Andere zusätzliche Eigenschaften mancher Öle wirken sich günstig auf die verschiedenen Hautzustände und deren Gesunderhaltung aus. Dieses ist adstringierend, beruhigend, durchblutungsfördernd, desodorierend, hautregenerierend und wundheilend.                                                                                                                                                                                                                                                                 Auch für die

Inneren Funktionen des Körpers sind die Öle hervorragend geeignet. Sie wirken z.B.

abführend, appetitanregend, blutdrucksenkend- oder steigernd, blutreinigend oder -stillend,

entgiftend, fiebersenkend, harntreibend, immunabwehrsteigernd, krampflösend,

schleimlösend, schmerzstillend, schweißhemmend- oder steigernd oder nerventonisierend.  

 

Ein ätherisches Öl soll bei einer Behandlung mit sehr regelmäßigen Anwendungen nicht

länger als 3 Wochen genommen werden. Dann wird empfohlen, auf ein anderes Öl

umzusteigen, weil der Körper sich an das Öl gewöhnt hat und die Wirkung ausbleibt (z.B. 3

Wochen Teebaum und dann 3 Wochen Lavendel bei Fußpilz nehmen).Bei der Körperpflege, Krankenpflege und in medizinischen Anwendungen macht man sich all diese verschiedenen

Wirkungen auf Psyche und Körper schon immer mehr zunutze. Die Kombination der

einzelnen Öle miteinander ermöglicht es, eine komplexe und ganzheitliche Aromapflege für

die verschiedensten Personen einzusetzen.

 

Ätherische Öle können auf unterschiedliche Weise angewendet werden

 

Inhalation:

Dieses kann von dem Gebrauch der Duftlampe, elektrischem Diffuseur, Aromastream,

Aromastein, Duftvlies oder Aroma-Raumspray geschehen. Auch durch die Gabe mehrerer

Tropfen Öl auf einen nassen Lappen (der auf die Heizung gelegt wird) oder auf ein

Potpourrie kann dieselbe Wirkung erzielt werden.

 

Haut:

Bei der Aufnahme der ätherischen Öle durch die Haut geschieht dieses durch Massage,

Einreibung, Umschläge, Kompressen, Bäder und durch die Kosmetik. Die Haut ist mit einem

fetthaltigen  Film überzogen und da die ätherischen Öle fettlöslich sind, können sie die

Hautbarriere überwinden und in den Körper eindringen.

 

Mund:

Bei Einnahme durch den Mund ist größte Vorsicht geboten! Es ist möglich, 1 Tropfen Rose

auf 1 Würfelzucker zur Hamonisierung von Körper und Psyche oder 1 Tropfen Pfefferminze

auf 1 Stück Würfelzucker zur Erfrischung und Harmonisierung des Magens einzunehmen.

Die Zubereitung von Speisen in der Küche ist auch mit ätherischen Ölen zu empfehlen, aber

eine therapeutische oder heilende Maßnahme darf ohne Anweisung des Arztes oder

Heilpraktikers nie durchgeführt werden.