Generelles zum Kochen mit ätherischen Ölen


Ätherische Öle lösen sich in Fett und Alkohol aber nicht in Wasser. Das bedeutet, dass sie immer in Trägerstoffe, sogenannte Emulgatoren, eingebunden werden müssen. Geben Sie die Würzessenzen erst kurz vor dem Servieren in die warmen Gerichte. Ätherische Öle sind höchst flüchtig. Ausnahme ist das Vormarinieren von Tofu, Seitan, Fleisch und Gemüse. Bei kalten Gerichten können Sie die Würzmischung zu jedem beliebigen Zeitpunkt beigeben.

 

Emulgatoren:

Für süße Speisen:

- Fette Milch, Sahne, Vollrohrzucker, Honig, Melasse aller Art, Ahornsirup

 

Für salzige Speisen:

- Butter, Essig, Weinessig, Salz, Sojasauce (Tamari), Mayonnaise, Senf

 

Für süß-salzige Speisen:

- Alkohol (Weingeist 96%, Korn, Schnaps) Für jede Art von fettem Öl wie Oliven-, Sonnenblumen-, Diestel- und Haselnussöl

- Eigelb, Süße bzw. Saure Sahne, Joghurt, Schmand, Nussmuse, Avocado

 

Da jeder Haushalt sicher mit einigen dieser Trägersubstanzen ausgestattet ist, können Sie bereits mit einem ätherischen Öl, das Ihnen zur Verfügung steht, den ersten Aromazauber wagen!

 

Reine ätherische Öle sind zum Kochen äußerst sparsam zu verwenden!

Immer beachten: Weniger ist mehr!

Ein Tropfen zu viel kann schon verhängnisvoll sein, da ätherische Öle sehr hohe Konzentrationen von Pflanzenteilen darstellen.

Ätherische Öle nie direkt in Speisen, sondern immer auf einen Löffel träufeln, denn es können manchmal gleich mehrere Tropfen herauskommen. Falls dieses passiert, den Löffel reinigen und erneut mit der genauen Dosierung beginnen oder das Ganze verdünnen.

Eine hervorragende Möglichkeit der Dosierung: Geben sie einige Teelöffel der zu würzenden Speise in eine Tasse. Tropfen Sie 1-3 Tropfen Aromaöle dazu, rühren es um und geben dann von dieser Mischung etwas in das Gericht.

 

Auch eine sehr schöne Möglichkeit die Aromaöle zu dosieren, ist die Herstellung von Würzölmischungen. Die ätherischen Öle werden in natives Pflanzenöl gegeben und von der daraus entstandenen Würzölmischung lassen sich die Speisen Tee- oder Esslöffelweise würzen.


Ebenso kann man sich ein Würzsalz herstellen. Hier gibt man höchstens 12 Tropfen ätherisches Öl in ein Schraubglas verschließt es und dreht das Glas so lange, bis die Glaswand völlig benetzt ist. Dann gibt man 50 g Salz in das Glas und schüttelt es kräftig. In den nächsten 2 Wochen gelegentlich schütteln, anschließend ist es gebrauchsfertig.

Nach demselben Verfahren Öle wie Vanille, Zimt, Orange, Zitrone, Bergamotte zum Zucker geben und für Süßspeisen und Gebäck verbrauchen. Allen bekannt ist das "Vanillezucker".

 

Eine einfache Möglichkeit die Öle anzuwenden  ist aber auch: 1 – 3 Tropfen ätherisches Öl, z.B. Zitronenöl, auf ein Schneidbrett zugeben und dieses auf der Arbeitsfläche des Brettes zu verreiben. Hierauf kann man jetzt Zutaten, wie Kräuter, Gemüse oder Fleisch schneiden. Das Aroma des ätherischen Öles verbindet sich bereits mit den Zutaten einer Speise.

 

Hinweis:

Wenn in den Texten oder Rezepten von „Essenzen“ oder „Aromen“ die Rede ist, handelt es sich immer um Ätherische Öle!